Eco-Mobilität fördern

Eco-Mobilität fördern – Insbesondere in verdichteten Innenstädten wie in Berlin wünschen sich die Menschen spürbar weniger Belastungen durch den Verkehr – allerdings unter Beibehaltung ihrer persönlichen und individuellen Mobilität. Daher muss es gelingen, ein Angebot von komfortablen Wahlmöglichkeiten zu schaffen, das nachhaltig und umweltfreundlich ist und gleichzeitig den Ansprüchen des Einzelnen genügt.

Eco-Mobilität fördern


Derzeit wird hierbei vorrangig die Förderung der Elektromobilität von öffentlichen, privaten und betrieblich genutzten Fahrzeugen diskutiert und in relativ kleinem Umfang bereits umgesetzt. Elektrisch betriebene Busse, Taxen und Lieferwagen sowie eine wachsende Anzahl an Privatfahrzeugen helfen zwar schon heute, die verkehrsbedingten Emissionen wie Stickoxide, Feinstaub und Lärm zu senken, doch ein schneller Wandel ist mit dieser Fokussierung allein nicht möglich. Elektrisch betriebene Fahrzeuge sind noch recht teuer und ihre Reichweiten aus Sicht vieler Nutzer zu niedrig. Auch die Ladeinfrastruktur ist noch nicht so weit ausgebaut, dass eine schnelle und breite Umstellung auf Elektromobilität möglich wäre. Nicht zuletzt muss auch der zusätzliche Strom für die Elektroantriebe erst einmal produziert werden – im heutigen Strommix werden dafür teilweise fossile Brennstoffe eingesetzt, was wiederum die Klimafreundlichkeit von Elektrofahrzeugen mindert.

 

Erdgas- oder wasserstoffgetriebene Fahrzeuge reduzieren Stickoxid- und Feinstaubemissionen


Daher ist es sinnvoll, auch andere, kurzfristig einsetzbare klimafreundliche Antriebsmöglichkeiten zu verfolgen. So könnte man auch mit emissionsarmen erdgas- oder wasserstoffgetriebenen Fahrzeugen Stickoxid- und Feinstaubemissionen sowie verkehrsbedingten Lärm reduzieren, was mögliche vom Senat angedachte Fahrverbote für die verbleibenden Dieselfahrzeuge vermeiden könnte.

Für Erdgasfahrzeuge kann man auf eine bestehende, flächendeckende Infrastruktur in Berlin zurückgreifen. Für Wasserstofffahrzeuge kann die nötige Infrastruktur mittelfristig bereitgestellt werden, bereits jetzt gibt es vier Wasserstofftankstellen in Berlin. Beides sind also echte Alternativen zur Elektromobilität.

Wasserstoffbetriebene Fahrzeuge können auch in Bereichen eingesetzt werden, in denen die Elektromobilität an ihre Grenzen stößt. Dies gilt z.B. für den Langstrecken-Güterverkehr aber auch für Züge, die auf ersten Strecken schon heute mit Wasserstoff fahren.

Wollen Sie mitstreiten?


Diskutieren Sie mit auf meinen Facebook- und Twitter-Accounts.