Antrag

der Fraktion der FDP

Drucksache 18/281

29.06.2020

Eine regionale Ringbahn für Berlin

 

Das Abgeordnetenhaus wolle beschließen:

 

Der Senat wird aufgefordert, zusammen mit dem Land Brandenburg die nötigen Voraussetzun- gen zu schaffen, um mittelfristig auf dem Berliner Bahn-Außenring (BAR) einen Regional- bahnverkehr als Ringbahn in beiden Richtungen betreiben zu können.

An den Kreuzungen des Ringbahnverkehrs auf dem Außenring mit bestehenden S-Bahn- und Regionalbahnlinien sollen Umsteigemöglichkeiten geschaffen werden, um eine bessere Verbindung innerhalb der Metropolregion Berlin-Brandenburg, insbesondere auch für tangentiale Passagierströme zu ermöglichen.

Zur Vorbereitung des Ausbaus des Berliner Bahn-Außenrings ist eine gemeinsame Projektor- ganisation mit dem Land Brandenburg zu schaffen. Diese unterrichtet beide Landesparlamente regelmäßig über ihre Tätigkeit.

Begründung

Das Wachstum der Stadt ins Brandenburger Umland durch die Erschließung neuer Wohn- und Gewerbegebiete erfordert Lösungen für die entstehenden zusätzlichen Verkehrsströme. Gleichzeitig sollen die tangentialen Verkehrsströme möglichst von der Innenstadt ferngehalten weden, um diese zu entlasten.

bestehende Berliner Bahn-Außenring (BAR)

Durch einen Ausbau und Ringbetrieb würden die verschiedenen sternförmig nach außen verlaufenden Linien der Berliner S-Bahn und der Regionalbahn mit hohem Nutzerpoten- tial bedarfsgerecht miteinander verbunden. So entstehen neue Verknüpfungen der Regional- und S-Bahn-Verbindungen in der Metropolregion Berlin-Brandenburg und zugleich auch neue tangentiale Verbindungen des ÖPNV, u.a. auch zum BER.
Die neu entstehenden Verbindungen können positive Auswirkungen auf Pendlerströme entfal- ten und attraktive Alternativen zum Autoverkehr bieten. So könnten z.B. entlang des Berliner Bahn-Außenrings attraktive Park&Ride-Kapazitäten für Pendler deutlich außerhalb der dicht bebauten Innenstadt geschaffen werden.

Das aktuelle Beispiel Paris zeigt, dass solche großen ÖPNV-Projekte ganz neue Möglichkeiten der städtischen Entwicklung, auch für neue Wohngebiete und Geschäftszentren schaffen. Auch Berlin sollte groß denken und eine Vision für den Schienenverkehr einer weiterhin stark wach- senden Metropolregion entwickeln.

Eine Projektorganisation zusammen mit dem Land Brandenburg sollte Machbarkeitsstudien beauftragen, die Planung von Finanzierung und Bau begleiten und ein Vergabekonzept für den Betrieb auf dem Außenring entwickeln.

Berlin, den 29. Juni 2020

Czaja, Schmidt
und die weiteren Mitglieder
der Fraktion der FDP im Abgeordnetenhaus von Berlin

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