Rede zur Wildschwein-Plage

In meiner Rede zur Wildschwein-Plage in Berlin vom 22.03.2018 erläutere ich unseren FDP-Antrag, in dem wir ein gesamtseitliches Konzept zur Eindämmung der Wildschweinpopulation im Stadtgebiet fordern.

Wildschweine haben sich im Berliner Stadtgebiet inzwischen fest etabliert und verursachen jährlich erhebliche Schäden an privatem und öffentlichem Eigentum. Der Senat wird daher aufgefordert, folgende Maßnahmen umzusetzen:

(1)  Die wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe des Stadtjägers muss eine angemes- sene Berücksichtigung in der Stadtgesellschaft finden. Der Senat soll dafür Sorge tragen, dass Stadtjäger für ihre Tätigkeit und den von ihnen betriebenen Aufwand kostendeckend entschädigt werden.

(2)  Zur Vermeidung von Unfällen durch „Wildschwein-Mensch-Konfrontationen“ ist es erforderlich, mehr Stadtjäger als bisher zu beschäftigen und den Weg für eine unkom- pliziertere Bejagung zu ebnen.

(3)  Der Senat wird aufgefordert, gemeinsam mit den Bezirken die Bürgerinnen und Bürger über die Bejagungsmöglichkeiten im Stadtgebiet aufzuklären und betroffenen Grundstückseigentümern unaufgefordert Zustimmungserklärungen für die Bejagung auf ihrem Grundstück zuzusenden. Ebenso soll sich der Senat dafür einsetzen, dass alle Bezirke, in denen Probleme mit Wildschweinen auftreten, die Zustimmung zur Bejagung für ihre eigenen bezirklichen Flächen erteilen.

(4)  Der Senat wird aufgefordert, stärker zu kontrollieren, dass die Bezirke und die Berliner Stadtreinigung (BSR) den Umfang verunreinigter Stadtflächen minimieren und ihre Reinigungspflicht erfüllen, denn verunreinigte Flächen bieten zum Teil attraktive Ansiedlungs- und Nahrungsmöglichkeiten für Wildschweine.

(5) Der Senat und die Bezirke werden aufgefordert, das bestehende Fütterungsverbot durchzusetzen. Insbesondere sollen dazu regelmäßig bereits bekannte Fütterungsplätze überprüft und bestehende Sanktionsmöglichkeiten bei illegalen Fütterungen konsequent genutzt werden.

Meine Rede können Sie hier abrufen
(Quelle für Rede und Foto: rbb-online.de, Stand vom 22.03.2018)

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