Sanierungstermin für die Lietzensee-Brücke weiterhin unklar

Wann mit der Sanierung der Lietzensee-Brücke begonnen werden kann, bleibt offen. Seit mehr als einem halben Jahr ist der Fußgänger-Tunnel unter der Brücke am Lietzensee aufgrund festgestellter Baumängel nun gesperrt. Erst im Herbst dieses Jahres soll die Unterführung wieder geöffnet werden.

Erhebliche Baumängel an der Lietzensee-Brücke

Bereits Ende Juli 2017 teilte das Bezirksamt Charlottenburg mit, dass an den Natursteinbrüstungen der Lietzensee-Brücke erhebliche Baumängel festgestellt wurden. Zur Gefahrenabwehr ist seitdem die Nutzung der Gehwege auf der Brücke eingeschränkt und die darunterliegende, beide Teile des Sees verbindende Unterführung vollständig gesperrt. Diese Maßnahmen stellen eine erhebliche Behinderung sowohl für die Parkbesucher als auch für den Fuß- und Radverkehr auf der Brücke dar. Beide Teile des Sees sind nun lediglich über die Eingänge an der Kantstraße zugänglich und nicht mehr miteinander verbunden. Dabei hat der Park als beliebtes Naherholungsgebiet täglich eine hohe Zahl von Besuchern. Die Verbindung muss deshalb schnellstmöglich barrierefrei wieder hergestellt werden.

Wiedereröffnung der Unterführung erst im September 2018

In der aktuellen Viertelstunde des Ausschusses für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Abgeordnetenhauses am 15.3.2018 äußerte die zuständige Senatorin Günther auf meine Frage zu dem Problem, dass die Baumaßnahmen zur Wiedereröffnung der Unterführung erst im September 2018 durchgeführt werden.

Daraufhin habe ich in einer Schriftlichen (Anfrage S18-13830) an den Senat nachgehakt, in der ich fragte, inwieweit die Instandsetzung der Fußgängerunterführung mit der später notwendigen Sanierung der Brücke koordiniert wird. Ist sie lediglich provisorisch oder bereits Teil der späteren, umfassenden Bauarbeiten? Und muss damit gerechnet werden, dass mit Beginn der Sanierung die Unterführung erneut für längere Zeit gesperrt wird? Die Antwort war, dass ein Schutz- und Traggerüst für die Unterführung (also eine provisorische Lösung) installiert werden soll und später die Brücke saniert wird, wobei es dann wieder zu einer Sperrung der Unterführung kommen kann.

225.000 € Mittel stehen für die Sanierung zur Verfügung

Ich finde, dass die Brücke nun zügig sanieren werden muss. Provisorische Zwischenlösungen ohne Bezug zu den später vorzunehmenden Bauarbeiten an der Brücke sind dabei möglichst zu vermeiden, um keine Steuergelder zu verschwenden. Für die Sanierung der Brücke sind immerhin insgesamt 225.000 € im Haushalt eingestellt (Drucksache 0770/ Bericht 79).

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