Beitrag “Wie Berlin zur Solar-Hauptstadt werden könnte”. Erschienen in: RBB24 am 23.3.2021.

Was allerdings Kritik an konkreten Regelungen nicht ausschließt. “Solar-Hauptstadt sind wir sicherlich noch lange nicht”, stellt der umweltpolitische Sprecher der FDP Henner Schmidt nüchtern fest. “Zu wenig konkrete Unterstützung und zu wenig Anreize”, kritisiert der CDU-Abgeordnete Danny Freymark. Mit einer Solardach-Pflicht und möglichen Strafen bei einer Missachtung schlage der Senat den falschen Weg ein. “Berlin brauche jetzt einen Aufbruch”, fordert Freymark und dabei müsse die Öffentliche Hand private Eigentümer mit Zuschüssen unterstützen und bei ihren eigenen Gebäudebeständen mit gutem Beispiel vorangehen.

FDP-Umweltpolitiker Schmidt fürchtet gar, dass das Solargesetz am Ende das Gegenteil dessen bewirken könnte, was es bezweckt. Eigentümer würden es sich dreimal überlegen, ob sie ihr Dach anfassen, wenn sie gleichzeitig gezwungen sind, Solaranlagen zu installieren. “Solche Hebel führen dann dazu, dass man versucht sie nicht auszulösen”, sagt Schmidt. Besser wäre es, den Eigentümern mehr Spielraum zu lassen, bei Sanierungen ganze Quartiere statt einzelner Häuser zu betrachten und einen Maßnahmen-Mix zuzulassen statt einseitig Solar-Vorgaben zu machen.